Fotosharing – Portale

Was sind Fotosharing-Portale?

Heutzutage klebt man Fotos nicht mehr in Fotoalben ein, sondern meldet sich bei einem Fotosharing-Portal im Internet an, um seine Schnappschüsse mit der ganzen Welt zu teilen. Durch den Wandel der Fotografie von analogen zu digitalen Kameras ist es möglich geworden, Bilder als digitale Datei auf dem Rechner zu speichern und zu verwalten. Und bevor die Bilder vom letzten Urlaub nur auf der Festplatte herumliegen, weil man sie sich ja auch nicht jeden Tag anschauen kann, denkt sich der ein oder andere, dass er sie lieber öffentlich zur Schau stellen und Andere an seinen Urlaubserlebnissen teilhaben lassen möchte. Also treffen sich viele Amateur- oder auch Profifotografen bei flickr und picasa, um sich gegenseitig ihre Bilder zu zeigen und zu kommentieren, wie es für das moderne Web 2.0 üblich ist. Das bringt einem neue Kontakte, viele Tipps und Verbesserungsvorschläge ein oder auch die Einsicht, das man nicht der Einzige ist, der sich für einen guten Fotografen hält. Denn in dem riesigen Pool aus mehr oder weniger guten Bildern kann man schnell von der Flut aus Porträitfotos, Landschaftsaufnahmen und Stillleben überrollt werden.

Fotosharing-Seiten gibt es bereits seit Mitte der 1990er Jahre. Damals waren sie überwiegend für die Online-Bestellung von Drucken gedacht. Einige Jahre später verwandelte sich diese Art des Portals in eine Möglichkeit, einen permanenten Zugriff auf Benutzerfotos zu schaffen. Einen wichtigen Vorteil bringen diese Portale meiner Meinung nach noch mit sich. Wenn man tausende Bilddaten auf seiner Festplatte gespeichert hat und dann der PC aus heiterem Himmel den Geist aufgibt, dann ist alles weg, was eine große Schande wäre, denn nicht jeder kann sich eine teure Datenrettungs-Firma ins Haus holen. Warum speichert man seine Bilder also nicht von vornherein lieber im Internet? Dann kann man von jedem Rechner der Welt darauf zugreifen. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Fotosharing-Portale, drei der bekanntesten möchte ich euch in diesem Beitrag näher vorstellen. Außerdem wäre es interessant zu erfahren ob ihr eure Fotos ebenfalls schon in einem Web-Album verwaltet und wenn ja, wie zufrieden ihr damit seid.

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Das 2002 in Kanada entwickelte Image-Portal flickr.com gehört zu den bekanntesten Portalen und soll laut eigener Aussage den Begriff fotosharing revolutioniert haben. Ursprünglich wurde diese Community gegründet, um Screenshots eines Online-Rollenspiels mit anderen Spielern zu teilen. Der Name flickr ist eine Ableitung von „to flick“ was übersetzt soviel wie „durchblättern“ heißt. Mittlerweile hat flickr rund 77 Millionen Benutzer und pro Minute werden um die 5000 Uploads verzeichnet. Jeder User bekommt bei Anmeldung 1TB freien Speicherplatz für seine Bilder zugesichert. Gegen Bezahlung kann man diesen sogar auf das Doppelte erweitern. Neben Bildern können auch Videos mit einer maximalen Länge von drei Minuten hochgeladen werden. Flickr bietet die Möglichkeit, große Fotosammlungen übersichtlich zu organisieren, in Fotoalben zu ordnen und mit Notizen zu versehen. Es gibt verschiedene Wege seine Bilder ins Portal hochzuladen. Entweder direkt über die Webseite oder auch per E-Mail oder mit einer flickr-App auf dem Smartphone. Zusätzlich kann man seine Bilder von anderen Webauftritten zu flickr verlinken. Wenn man sich aktiv in die Community einbringt, Freunde findet, Bilder zu Sammlungen hinzufügt und seine eigene Meinung zu Bildern Anderer kundtut, kann man auch mit vielen Kommentaren zu seinen Bildern rechnen. Im Gegensatz zu facebook, zum Beispiel, kann man hier seine Bilder unter einer frei wählbaren Lizenz veröffentlichen. Das hat den Vorteil, das man die Rechte an seinen Fotos hat und sich keine Sorgen machen muss, dass sie von Fremden einfach genutzt und verbreitet werden.

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Die Nutzeroberfläche von picasa ähnelt der schlichten Homepage von Google nicht ohne Grund, denn dieses Portal gehört zur weltweit bekanntesten Suchmaschine dazu. Picasa ist eine kostenlose Bildverwaltungssoftware zum Downloaden, mit der man seine Fotos auch öffentlich teilen kann. Um Picasa nutzen zu können, benötigt man ein Google-Konto. Der kostenlose Speicherplatz beträgt 1 Gigabyte, was nicht so umfangreich ist, wie bei flickr, aber für die Fotosammlung einer Privatperson vollkommen ausreicht. Ist das Volumen dann doch erreicht, werden die Bilder automatisch verkleinert. Funktionen wie Gesichtserkennung, Bearbeitungstools und Versendung ganzer Alben machen picasa zu einer umfangreichen Plattform, die aber trotzdem durch einfache Bedienung und übersichtliche Strukturen positiv heraussticht. Ein Nachteil von Picasa ist leider, das man hier keine Lizenz-Auswahlmöglichkeiten hat. Wenn man ein Bild hochlädt, muss man sich entscheiden, ob man es in ein bereits bestehendes Album integrieren oder ein neues Album anlegen möchte und ob das Bild öffentlich zugänglich sein soll oder nur privat für einen selbst. Diese Funktionen kann man später aber immer noch beliebig verändern. Außerdem kann man angeben, wo das Bild aufgenommen wurde oder picasa findet es anhand von hinterlegten Kameradaten selbst heraus und speichert es auf einer Weltkarte auf der man dann seine besuchten Orte ansehen kann. Die Bilder können auch hier mit Tags versehen werden, damit andere User die Bilder leichter finden können. Jedem Bild kann man beliebig viele Tags zuordnen. Wenn man sich auf der Startseite von picasa befindet, werden einem alle Tags angezeigt. Wenn man auf einen beliebigen Suchbegriff klickt, werden einem dann alle Bilder angezeigt, die mit diesem Tag hinterlegt wurden. Diese Funktion kommt einer Art Suchfunktion gleich.

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Instagram ist eine Mischung aus einer App und einem sozialen Netzwerk, das speziell für Apple Produkte wie iPhone und iPad entwickelt wurde, aber seit einiger Zeit auch für Android-Geräte verfügbar ist. Instagram bietet die Möglichkeit, Bilder mit dem Smartphone zu knipsen und an Ort und Stelle zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Die App hat viele Filter im Portfolio mit denen man seinen Schnappschüssen eine Retro-Optik oder einen kunstvollen Charakter geben kann. Die Entwickler haben dabei an alte Sofortbildkameras gedacht und deshalb ist ein wichtiges Merkmal der Instagram-Bilder, dass sie alle quadratisch sind, wie ein Polaroid-Bild. Sieht dann auch das unspektakulärste Foto wie ein Bild aus einer Hochglanz-Zeitschrift aus, kann man es hochladen, eine Bildunterschrift dazuschreiben und seinen Followern auf facebook, twitter etc. mitteilen, dass man gerade seine Kaffeetasse fotografiert und hochgeladen hat. Wer das Bild sieht, kann auf den „Gefällt mir-Button“ drücken oder ein Kommentar abgeben. Zu den beliebtesten Promi-Instagrammern gehört übrigens Justin Bieber mit über 11 Millionen Followern. Aber auch die Bilder weniger bekannter Personen, zum Beispiel von Geschäftsmännern, die beruflich durch die ganze Welt jetten, sind sehr beliebt. Hier kommt es weniger auf die Qualität und Aussage eines Bildes an, als vielmehr um die Erlebnisse und Interessen von Personen, die bildlich festgehalten werden. Was haltet ihr davon, sein Leben in Bildern der Öffentlichkeit zu präsentieren? Geben wir im Internet nicht schon genug von uns preis?

Selbstversuch

Im folgenden Abschnitt berichte ich über meine eigenen Erfahrungen mit einem fotosharing-Portal. Dafür habe ich mich bei flickr angemeldet.

Auf der Startseite wirbt flickr für den unglaublich großen Speicherplatz. Nun gut, den werde ich so schnell wohl nicht voll bekommen, aber ich denke, das dieses Feature für einige Fotografen schon sehr sinnvoll sein kann. Die Anmeldung erfolgt ohne Probleme, entweder über bestehende facebook oder google-Konten oder über yahoo. Allerdings gehören Geburtsdatum und Handynummer zu den Pflichtangaben, was ich persönlich nicht so gut finde. Nach dem Einloggen befinde ich mich auf meinem Profil, das noch leer ist und darauf wartet, mit Fotos gefüllt zu werden. Also los. Der Upload erfolgt bei meinem ersten Bild mit 800 kb sehr schnell. Dann kann ich es bearbeiten, mit Tags versehen, damit andere Leute das Bild auch finden können und eine Beschreibung hinzufügen. Aus folgender Einstellungsoption bin ich jedoch zuerst nicht schlau geworden: Der Lizenz – hier gibt es einfach zu viele Möglichkeiten.

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Ich bin dort jetzt einfach erstmal bei der Standardeinstellung „(Keine) Alle Rechte vorbehalten“ geblieben.

Aber wenn ihr euch die Möglichkeiten einmal auf dem Bild anschaut, seht ihr, dass auf jeden Fall immer eine Namensnennung vorhanden sein sollte. Wenn jemand anders euer Bild nutzen möchte, muss er euren Namen nennen. Außerdem könnt ihr verbieten, dass jemand euer Bild bearbeitet. Die Creative Commons-Lizenz bietet weitere Möglichkeiten an, mit denen der Urheber des Werkes ganz einfach die Nutzungsrechte an Dritte vergeben kann, mit gewünschten Einschränkungen. Hier findet ihr weitere Informationen zu den Creative Commons.

Wie mit dieser Anwendung, muss man sich auch mit einigen anderen Optionen ersteinmal auseinandersetzen. In der oberen Leiste auf meiner Startseite kann ich auswählen, ob ich etwas auf meiner Seite bearbeiten möchte ob ich andere Bilder entdecken oder Freunde hinzufügen möchte. Nach einiger Zeit klickt man sich aber sehr sicher durch diese Funktionen. Ich habe noch nicht genügend Bilder hochgeladen, also lohnt es sich noch nicht ein Album zu erstellen. Ich habe mein Buddy-Icon (Profilbild) und mein Hintergrundbild geändert. Immerhin schon ein Anfang. Aber ich merke, dass ich schon nach dem Hochladen des ersten Bildes süchtig nach Kommentaren werde. Kann nicht bitte jemand mein Bild finden und es kommentieren? Biitteee. Ja, so ist das, wenn man seine Fotos der Öffentlichkeit zugänglich macht. Man möchte die Meinung von anderen hören, ein Lob und ein Like bekommen. Also suche ich schnell auf meinem Rechner nach weiteren Bildern, die ich hochladen kann, von denen ich der Meinung bin, dass sie den einen oder anderen Kommentar bekommen könnten. Aber vorher gebe ich in der Suchfunktion oben rechts doch noch ein paar Stichworte ein, die mir gerade einfallen. Und es kommen so viele, schöne Bilder. Ich gucke und gucke und habe schon bald meine ersten Favoriten angeklickt und Fotografen, denen ich folgen möchte. Damit man sich einen Überblick verschaffen kann, ob seine Bilder bei der Community Anklang finden, kann man Auswertungen davon machen, wie häufig ein Bild angesehen oder als Favorit markiert worden ist.

Insgesamt finde ich, je mehr ich mich damit beschäftige, das Flickr ein umfangreicher Dienst für die Fotoverwaltung ist und einige gute Features zu bieten hat. Auf jeden Fall hat mich jetzt das Fieber gepackt und ich werde hin und wieder Bilder von mir online stellen.

Fazit

Ich bin der Meinung, dass solche Fotosharing-Portale eine gute Möglichkeit bieten, seine Bilder im Internet zu verwalten und anderen zu zeigen. Viele Hobbyfotografen haben auch Bilder auf ihrer Festplatte liegen, bei denen es sich lohnt, sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nachteile gibt es keine schwerwiegenden, jeder Fotograf muss nur für sich das richtige Portal aussuchen, da lohnt es sich auch, verschiedene zu testen. Instagram würde ich jetzt nicht unbedingt zu den professonellen Fotosharing-Seiten dazuzählen, da es hier einfach andere Prioritäten gibt, aber auch dort hat man die Möglichkeit, seine Welt anhand von Bildern darzustellen und zu veröffentlichen.

Übrigens sind diese Fotosharing-Dienste auch für die Öffentlichkeitsarbeit eurer Bibliotheken interessant. Was würdet ihr z.B. von einer virtuellen Tour durch eure Räumlichkeiten halten? Das könnte doch schon einen ersten Eindruck über die Angebote und die Atmosphäre in der Bibliothek verschaffen. Außerdem könnten dort Flyer zu Veranstaltungen veröffentlicht werden. Sofern die Persönlichkeitsrechte geklärt sind, könnte man aber auch die Bibliothekare und Famis bei ihrer täglichen Arbeit mit der Kamera verfolgen. Ich denke, da gäbe es schon einige gute Möglichkeiten und so ein Portal ist für viele Unternehmen sicher ein guter Kanal für die PR-Arbeit.

Quellen:

http://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/fotodienste-die-besten-fotosharing-portale/8232144.html

http://www.computerwoche.de/a/10-fotosharing-portale-im-vergleich,2501917

http://www.flickr.com/

http://instagram.com/#

http://picasa.google.de/intl/de/

http://www.bibliotheksportal.de/themen/web20/flickr.html

http://www.dslr-free.de/tests-erfahrungen/flickr-und-picassa-im-vergleichund/

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5 Gedanken zu „Fotosharing – Portale

  1. Liebe juliemadd,
    dein Beitrag über Fotosharing-Portale ist dir gut gelungen ! Ich habe mich persönlich noch nie mit dieser Thematik auseinander gesetzt und habe durch deinen Artikel einen ersten Einblick in die Welt der Fotoverwaltungsprogramme im Internet bekommen. Daher fand ich es sehr gut, dass du zuerst eine ganz allgemeine Einführung zur Funktion und Entstehungsgeschichte dieser Portale verfasst hast, und erst danach auf verschiedene Portale eingegangen bist.
    Deine Texte zu den jeweiligen Plattformen sind gut verständlich formuliert. Dadurch schaffst du es schnell die wichtigsten Inhalte zu vermitteln. Auch finde ich es gut, dass du die jeweiligen Icons in deinen Text eingefügt hast und dies zu den entsprechenden Websites verlinkt sind. So kann man sich die Websites gleich selber anschauen.
    Dein Artikel ist insgesamt wirklich ausführlich, denn du beschreibst gleich drei verschiedene Fotosharing-Portale. Und immer wieder regst du einen mit deinen retorischen Fragen dazu an, sich eine persönliche Meinung zu diesen Diensten zu bilden.
    Deine Anregungen für die Bibliotheken finde ich sehr gut und sinnvoll. Denn auch wenn ich selbst diese Portale nicht unbedingt nutzen würde, um meine eigenen Bilder der Öffentlichkeit zu präsentieren, finde ich den Vorschlag, seine Website mit Bildern der Bibliothek aufzulockern, gut umsetzbar.
    Was ich mir gewünscht hätte wäre eine etwas straffere Struktur. Du beschreibst alles sehr ausführlich, machst aber doch relativ wenig Absätze. Dadurch wirkt der Text manchmal recht geballt.
    Deinen Selbstversuch finde ich an sich eine sehr gute Idee. Trotzdem finde ich, dass es für einen Fachartikel etwas allgemein formuliert ist und sich ein paar Informationen aus deiner ersten Beschreibung von flickr wiederholen.
    Insgesamt gefällt mir dein Text gut und er ist hilfreich, um einen Überblick über Fotosharing-Portale zu bekommen. 🙂

  2. Mir gefällt dein Artikel auch sehr gut. Ich finde deine Einleitung ist sehr gut gelungen, da sie einen auf eine lockere Art in das Thema einführt und Interesse weckt. Man merkt gleich, dass dir das Thema liegt und dir gefällt. Ich würde nur im Fazit keine neuen Punkte aufgreifen (Einsatzmöglichkeiten für Bibliotheken..), sondern dafür lieber einen neuen Punkt anlegen.
    Was die Verständlichkeit und die rethorischen Fragen angeht kann ich mich nur jabehrends anschließen! Ich finde es auch wirklich gut, dass du 3 unterschiedliche Pogramme, mit unterschiedlichen Stärken vorgestellt hast. So bekommt man einen guten Überblick und fängt sofort an sich zu überlegen, welches man vielleicht selber nutzen würde.
    Ich bin für mich zu dem Fazit gekommen, dass ich trotzdem keines nutzen würde, weil mir die Datenschutzprobleme doch zu groß sind (Picasas Gesichtserkennungssoftware finde ich persönlich grenzwertig). Zudem möchte ich meine Bilder für mich behalten und will definitv nicht, dass irgendjemand meine Urlaubsfotos ansieht. Ich bleibe also lieber beim altbewährten 3 x speichern auf verschiedenen Festplatten.

  3. Liebe Julia,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Artikel.
    Mir hat dein Schreibstil gut gefallen, weil er anders war, als die anderen,sehr fachliche beschriebenen Artikel. Durch deine rhetorischen Fragen fühlte man sich als Leser direkt angesprochen. Jedoch muss ich sagen, dass ich mir an einigen Stellen ein bisschen mehr Sachlichkeit gewünscht hätte.
    Wie die anderen bereits erwähnt haben, hätte ich mir auch in sich ein wenig mehr Gliederung und Absätze gewünscht. Zwischendurch bin ich leider ein wenig im Text verloren gegangen und es war ein wenig schwierig wieder zurück zu finden.
    Du bist sehr gut auf deine vorgestellten Portale eingegangen und hast sogar gleich deinen Selbstversuch beschrieben. Das gab einen tollen Einblick – danke! Du hast sehr schön die Stärken und Schwächen der einzelnen Portale beschrieben. Allerdings hätte ich gerne für einen noch größeren Überblick allgemeine Stärken und Schwächen zuzüglich zum Fazit gehabt.Vielen Dank für den tollen Einblick in ein – jetzt nicht mehr – für mich unbekannten Thema!

  4. Liebe Julia,
    ich kann meinen Vorgängerinnen nur zustimmen. Der Text war sehr gut zu lesen, da du ihn nicht so streng sachlich formuliert hast wie viele andere. Deshalb war auch die Form des relativ langen Fließtextes okay. Wäre der Text anders geschrieben gewesen hätte ich diesen recht langen Text nur mit Schwierigkeiten lesen können. Ich finde es gut, dass du zu den diversen rechtlichen Problemen und dem ja teilweise recht undurchsichtigen Aufbau der Seiten persönlich Stellung nimmst. 🙂
    Ich hätte mir vielleicht noch mal eine Auflistung der Probleme mit Persönlichkeitsrechten gewünscht, da diese im ganzen Text verteilt vorkommen. Aber das ist ein wirklich großes Thema und man kann auch nicht erwarten, dass du dazu umfangreiche Ausführungen machst.
    Eine Stelle in dem Artikel habe ich nicht ganz verstanden: Greift Picasa immer auf die, in der Datei integrierten, Ortsdaten zurück? Das ist ja rechtlich schon ziemlich schwierig. Ich habe schon öfter gehört, dass gerade Iphones Ortsdaten speichern und diese ohne Wissen des Fotografen mit hochgeladen werden. Wenn Picasa diese automatisch ausliest finde ich das ganz schön bedenklich. Hat da jemand noch zusätzliche Informationen oder eine Meinung?
    Insgesamt finde ich deinen Artikel sehr gut. Privat würde ich allerdings keine Fotosharing-Seite benutzen. Ich denke aber sie sind wirklich gut für professionelle und halbprofessionelle Fotografen geeignet.

    • Liebe Rebekka,
      wenn du eine Kamera mit GPS-Funktion oder eben ein Smartphone besitzt, werden bei jedem Foto sogenannte EXIF-Daten hinterlegt. Diese Daten beinhalten neben den Infos zu Aufnahmedatum, Weißabgleich oder Kameratyp auch die GPS-Daten. Picasa greift auf diese Daten immer automatisch zu. Aber du hast bei dem Portal auch die Möglichkeit diese Info, den „Geotag“ nachträglich zu entfernen. Da ich diesen Automatismus auch bedenklich finde, sollte diese Möglichkeit schon grundsätzlich vorhanden sein und dem Nutzer sollte die Freiheit gegeben werden, das er selbst entscheiden kann, wieviel er preisgeben möchte. Ich hoffe, ich konnte dir die Frage hiermit beantworten.

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