Literaturverwaltungsprogramme

I. Was sind Literaturverwaltungsprogramme und wozu dienen sie?

Literaturverwaltungsprogramme, sind Programme, die dabei helfen sollen, Literaturhinweise und Zitate zu verwalten und weiterzuverarbeiten. Besonders von Nutzen sind diese Programme, beim Erstellen Wissenschaftlicher Arbeiten.

Diese Programme sollen also dazu beitragen:

  • wissenschaftliche Publikationen zu erstellen,
  • eigene Literaturbestände zu verwalten,
  • den Überblick über ein Literarisches Thema zu behalten.

Literaturverwaltungsprogramme, bestehen meist aus einer oder mehreren Datenbanken, in der die Referenz auf Originaltexte gespeichert wird – die Originaltexte befinden sich dagegen in Monografien, Sammelwerken, Zeitschriftenaufsätzen und -artikeln, Webseiten etc.
Die Programme sind auch dazu in der Lage, die gesammelten Einträge als Literaturverzeichnis auszugeben. Moderne Programme wie ZOTERO, CITAVI oder EndNot, können häufig in Textverarbeitungsprogramme integriert werden, so dass eine Referenzliste automatisch in einem passenden Format generiert werden kann. Dies verringert die Gefahr des Fehlens von zitierten Quellen.
Auch sind die Programme dazu in der Lage, Daten aus Literaturdatenbanken zu importieren.

 

II. Welches Literaturprogramm ist am besten?

Die meist genutzten Literaturverwaltungsprogramme, sind ZOTERO, Citavi und EndNote. Citavi oder EndNote sind kommerzielle Programme, von denen die meisten Unis eine „Campus- Lizenz“ besitzen.

Das wohl bekannteste Programm, ist Citavi (wird z.B. von der Uni Hamburg zur Verfügung gestellt). Citavi integriert dabei die Literaturverwaltung mit der Organisation von Wissen und Aufgabenplanung – es können bis zu 20 Personen gleichzeitig Daten hinzufügen oder ändern. Allerdings ist die Nutzung relativ teuer (ca. 80€ Einzellizenz) und die Nutzung ist nur mit dem Explorer möglich.

Auch EndNote ist ein kommerzielles Programm, welches in der Funktion ähnlich ist wie Citvai. Hierbei kann über die Vergabe von Schlüsselwörtern auch eine thematisch sortierte Bibliographie erstellt werden. Durch Verknüpfungen, können innerhalb eines Dokuments Quellenangaben in den Text eingepflegt werden und anschließend zu einem Literaturverzeichnis zusammengefügt werden.

Zotero hingegen, ist kostenlos, bietet jedoch dieselben Möglichkeiten, wie kommerzielle Programme. Es unterstützt, ebenso wie Citavi und EndNote, die Bearbeitung bibliographischer Angaben und Literaturlisten.

Einen schönen, tabellarischen Vergleich dieser drei Programme in ihren Funktionen, Möglichkeiten, Vor- und Nachteilen, hat die Uni Augsburg erstellt: Vergleich Literaturverwaltungsprogramme

 

III. Funktion von Literaturverwaltungsprogrammen am Beispiel ZOTERO

Allgemeines

  • Entwickler: Center for History and New Media George Mason University, USA
  • Freie, quelloffene Anwendung zum Sammeln, Verwalten und Zitieren verschiedener On- und Offlinequellen
  • Wurde ursprünglich als Erweiterung (AddOn) für den Firefox entwickelt
  • Steht mittlerweile aber auch als browserunabhängige Version zur Verfügung
  • Name leitet sich vom albanischen Wort zotëroj (etwas sehr schnell erfassen, bewältigen) ab.

 

Funktionen

Zotero bietet die Möglichkeit, Webseiten auf bibliographische Inhalte zu untersuchen und diese auch in lokalen Datenbanken zu speichern. Dabei wird eine digitale Kopie der Quelle in der eigenen Bibliothek angelegt.

Mit Hilfe eines  „Identifier„, reicht es schon aus, eine ISBN-Nummer oder eine URL einzutippen, und Zotero fügt das betreffende Buch samt Autor, Verlag und weiteren verfügbaren Angaben in die Literaturliste ein. Für jeden erstellten Eintrag, kann man eine Notiz hinterlegen oder den Eintrag mit weiteren Schlagworten versehen.

Hier ein kurzes Video (leider auf englisch) über die mögliche Nutzung von Zotero

 

Per Drag and Drop lässt sich die erstellte Literaturliste in ein Word Dokument einfügen. Hierbei kann man aus verschiedenen Zitationsstilen wählen – es lassen sich auch Zitationsstile aus verschiedenen anderen Literaturverwaltungsprogrammen im- und exportieren.

 

Auch gibt es bei Zotero die Möglichkeit, eine Gruppe zu erstellen oder sich einer Gruppe anzuschließen und so Literaturlisten zur Verfügung zu stellen oder Projekte gemeinsam zu nutzen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, sich Gruppen anzuschließen um deren Arbeit mit zu verfolgen.

Fazit

Literaturverwaltungsprogramme bieten vor allem für das wissenschaftliche Arbeiten eine sehr gute Möglichkeit, möglichst vollständige und genaue Literaturverzeichnisse zu erstellen. Dies ist vor allem ein Vorteil für Studenten.

Leider sind die meisten Programme kommerziell, also kostenpflichtig und meist sehr teuer. Durch Campus Lizenzen wird dieses Problem nur teilweise bewältigt.                 Eine gute Alternative zu den kommerziellen Programmen Citavi und EndNote ist Zotero. Es ist kostenlos, einfach zu verwenden und bietet dieselben Möglichkeiten wie andere Programme.

 

Quellen:

Advertisements

3 Gedanken zu „Literaturverwaltungsprogramme

  1. Bei deinem Fachartikel zum Thema „Literaturverwaltungsprogramme“ finde ich deinen Einstieg sehr gut. Du beginnst mit einer kurzen und knappen Einführung, die einem nicht die Lust am Weiterlesen nimmt. Jedoch bleibt leider die Frage offen, ob diese Programme wirkliche hauptsächlich von wissenschaftlichen Mitarbeitern genutzt wird oder auch von anderen Nutzern.

    Dein Fachartikel ist in sich sehr gut gegliedert und die gewählte Formulierung des gesamten Artikels ist Dir sehr gut gelungen. Deine Erklärungen sind simpel und für jedermann verständlich.

    Sehr schön finde ich es, dass Du ein Literaturverwaltungsprogamm konkret vorstellst, mit all seinen Eigenschaften und Möglichkeiten. Das dazu eingefügte Video lockert das Ganze etwas auf, sodass man als Leser nicht das Interesse verliert.
    Jedoch hätte ich bei der Formulierung des II. Punktes. „ Welches Literaturprogramm ist am besten?“ eine andere gewählt wie z.B. welches ist das am häufigsten genutzte oder bekanntestes Literaturverwaltungsprogramm?

    Da ich bisher nicht wirklich viel über Literaturverwaltungsprogramm wusste, jeden Falls nicht so detailliert, hat der Artikel mich weitergebracht. Ich finde es sehr schön, dass du den Unterschied zwischen kommerziellen und nicht kommerziellen Programmen nochmal erwähnst und nicht davon ausgehst, dass die Leser diesen Unterschied wissen.

    Das Fazit am Ende rundet den gesamten Artikel nochmal schön ab.

  2. Deinen Fachartikel finde ich sehr gelungen. Das Thema „Literaturverwaltungsprogramme“ ist für unsere Arbeit sehr wichtig. Ich habe jetzt besser verstanden wie diese funktionieren. Der Artikel ist umfangreich genug und erklärt auch wirklich gut die Unterschiede zwischen den wichtigsten Programmen. Um ehrlich zu sein finde ich auch nicht, dass die Frage offen bleibt ob die Programme von wissenschaftlichen Nutzern verwendet werden. Ich kann mir so spontan keine andere Einsatzmöglichkeit für diese Programme vorstellen, zumal sie ja auch sehr teuer sind.
    Die Überschrift hätte vielleicht wirklich anders sein können, aber inhaltich finde ich den Abschnitt gut und alles ist sehr verständliche geschrieben.
    Auch die Gliederung ist sehr gelungen.

  3. Hallo Kaitria,
    zuerst hab ich mich an deinen Artikel nicht herangetraut, aber dann dachte ich, vielleicht kann sie das, für mich komplexe Thema, auf einfache Weise vermitteln. Und das hast du auf jeden Fall geschafft. Ich habe vorher noch nichts von solchen Verwaltungsprogrammen gehört, aber laut Rebekkas Aussage sind sie für Bibliotheken sehr wichtig. Jetzt verstehe ich auch warum :-). Die Vorstellung von Zotero hast du gut und übersichtlich gegliedert und man bekommt schnell einen umfassenden, ersten Eindruck des Programms. Das Video, auch wenn es auf Englisch ist, enthält noch weitere Informationen, die deine Vorstellung gut abrunden. Was ich mich frage ist, warum einige auf so teure Programme wie Citavi zurückgreifen, wenn das kostenlose Zotero doch gleichartige Funktionen enthält? Oder sind die lizenzierten Programme doch noch umfassender? Den Unterschied hättest du noch ein bisschen erläutern können. Ansonsten konnte dein Bericht mein Wissen erweitern und falls ich selbst einmal Student sein sollte, werde ich wohlmöglich auch mit so einem Programm in Berührung kommen. Aber dann habe ich den Vorteil dass ich nicht komplettes Neuland betrete, sondern schon grundlegende Informationen im Hinterkopf habe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s