Pinterest

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Aufbau des Artikels:

1.            Definition und Erläuterung

2.            Funktionsweise

3.            Einsatzgebiete

4.            Stärken und Schwächen

7.            Fazit

8.            Quellen & weiterführende Links

Definition und Erläuterung:

Pinterest.com ist ein soziales Netzwerk, das darauf basiert Bilder hochzuladen und zu teilen. Der Name Pinterest setzt sich aus den englischen Begriffen „pin“ und „interest“ zusammen, welche „anheften“ und „Interesse“ bedeuten.

Die Inhalte müssen nicht unbedingt Fotos sein, man kann auch Zeichnungen, Grafiken oder kurze Texte, an virtuelle Pinnwände heften und so mit anderen teilen.

Die Pins sind gleichzeitig Links zu den Internetseiten, von denen sie ursprünglich stammen. Man kann auf der eigenen Homepage auch die Möglichkeit hinzufügen die veröffentlichten Bilder direkt zu pinnen. Dann erscheint dort ein „Pin it“-Button und Leute, die die Seite verfolgen können die Bilder weiterverbreiten.

Funkionsweise:

Es gibt verschiedene Funktionen, die man nutzen kann. Zunächst muss man sich jedoch ein Konto anlegen, eine anonyme Nutzung ist kaum möglich. Zur Anmeldung muss man einfach nur eine E-Mail-Adresse angeben. Man kann ein eigenes Profil mit einem kurzen Text und einem Profilbild (z.B. Logo) anlegen.

Dann kann man verschiedene „Pinnwände“, also im Prinzip Ordner, erstellen. Diese können für alle Nutzer zugänglich oder privat sein. Auch für diese sollte man eine kurze Beschreibung und ein passendes Titelbild aussuchen. Man sollte außerdem auf einer Pinnwand immer ein bestimmtes Thema behandeln und möglichst nicht davon abweichen.
Um diese Ordner zu füllen, sucht man auf der Seite nach Bildern, die zu dem selbstgesuchten Thema passen. Die Suche funktioniert über den Suchschlitz oben links. Man kann dort Begriffe eingeben und danach eingrenzen ob man nur Bilder, Pinnwände oder Pinner sucht. Es gibt aber auch die Möglichkeit in Kategorien zu stöbern.

Hat man ein Bild ausgewählt, erscheint es in Vollansicht.

Pinterest1

Über dem Bild sind mehrere Buttons, darunter werden Kommentare angezeigt. Neben und unter dem Bild werden noch ähnliche Pins, Pinnwände und Pinner angezeigt. So kann man sehr gut stöbern.
Über dem Bild gibt es einen Button der „Pin it“ heißt, wenn man darauf klickt fügt man das Bild einer eigenen Pinnwand zu. Man kann auswählen auf  welcher der eigenen Pinnwände man es pinnen möchte.
Man kann auch von fremden Internetseiten Bilder auf Pinterest hinzufügen, wenn diese einen „Pin it“-Button in ihre Seite integriert haben.
Außerdem kann man, zusätzlich zum „pinnen“, aber auch unabhängig davon, Bilder kommentieren.
Eine weitere Möglichkeit ist „Gefällt mir“, ebenfalls in der Leiste über dem Bild, anzuwählen.
Der dritte Button über dem angezeigten Bild ist ein Link zur Website, von der das Bild ursprünglich stammt.
Man kann, über „Pinnwände folgen“, ganze Pinnwände abonnieren. Auf der Startseite bekommt man die neuen Pins dieser Nutzer sofort angezeigt. Man kann einer Person und somit allen ihren Pinnwänden oder auch einzelnen Pinnwänden folgen.
Außerdem kann man Bilder auf Pinterest direkt hochladen und die eigenen Pins auf einer Karte markieren.
Es ist möglich über „Freunde finden“ eine Verknüpfung zu Facebook zu erstellen und sich über Facebook und Twitter anzumelden. Außerdem kann man Pinterest auch mit Google+, GMail oder Yahoo verbinden.

Einsatzgebiete:

Allgemein:
Momentan wird Pinterest häufig zur Bewerbung von Firmen und Produkten, aber vor allem auch privat genutzt. Viele Nutzer laden Bilder ihrer selbstproduzierten Arbeiten hoch.
Die meisten Nutzer sind weiblich, was sich in den beliebtesten Kategorien wiederspiegelt, z.B. Backen, Kochen, Fotographie, Frisuren, Basteleien.
Besonders für Unternehmen, die sowieso viel Bildmaterial haben eignet sich Pinterest als Marketinginstrument.

Bibliotheken:
Bibliotheken können über Pinterest inbesondere Neuerwerbungen präsentieren. Man kann auch  Fotos aus der Bibliothek oder Zweigestellen posten. Da man diese auch mit einer Karte verbinden kann wäre das auch sehr gut für Projekte wie Sommerleseclubs u.ä. geeignet, die stadtteilübergreifend stattfinden.
Besonders gut kann man auch Fotos von Ausstellungen oder anderen Veranstaltungen und Projekten veröffentlichen. Sehr schön ist z.B. die Ergebnisse von Bastelnachmittagen mit Kindern zu präsentieren und so auch Ideen und Anregungen mit anderen Bibliotheken zu teilen. Man könnte so z.B. auch eine Pinnwand mit Ideen für bestimmte Zielgruppen, wie z.B. Projekte oder Basteleien für Jungs, erstellen.
Eine weitere Option ist Lieblingsbücher oder aktuell gelesene Bücher der Mitarbeiter zu zeigen, am besten mit einem kurzen Kommentar des Lesenden.
Außerdem kann man Buchlisten mit kurzen Inhaltsangaben zu bestimmten Themenbereichen (z.B. Mobbing) erstellen und mit Buchcovern anzeigen.

Dies sind vornehmlich Möglichkeiten für öffentliche Bibliotheken, aber auch wissenschaftliche Bibliotheken haben Inhalte, die sie auf Pinterest veröffentlichen könnten. So hat zum Beispiel die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg sehr schöne Digitalisate von alten Karten, Drucken und anderen Bildern. So könnte man vielleicht eine „Hamburg im Wandel der Zeiten“-Pinnwand machen auf der man schöne Bilder und Karten Hamburgs veröffentlicht.

Beispiele für Bibliotheken, die Pinterest nutzen sind:
Thomas B. Norton Public Library
Beverly Public Library
Spruce Grove Public Library
Winchester Library
Burlington Public Library
Princeton Public Library
Olin College Library

Stärken und Schwächen:

Pinterest eignet sich gut zur Ergänzung bereits bestehender Social-Media-Marketingstrategien. Da man eine Verbindung zur eigenen Website, Facebook und Twitter anlegen kann, lässt sich so besonders flächendeckend arbeiten. Man sollte Pinterest nur zum Marketing einsetzen, wenn man genug Zeit und Personalressourcen hat. Es ist wichtig, dass auf allen Plattformen möglichst täglich und netzwerkübergreifend (also gleichzeitig auf Facebook, Twitter und Pinterest) gepostet wird und dass man die Posts gut verlinkt.
Da auf Pinterest sehr Bildbasiert gearbeitet wird, ist es nicht gut zur Vermittlung von Sachinformation geeignet. Man sollte sich dort eher auf einen unterhaltenden Aspekt konzentrieren. So kann man Nutzer auf die eigene Website, die mit den wichtigen Sachinformationen gefüllt ist, aufmerksam machen.
Pinterest ist also vor allem zur Verbesserung der Reputation geeignet und um Aufmerksamkeit auf das eigene Unternehmen zu lenken. Die Seite stößt jedoch an ihre Grenzen, wenn es um Sachinhalte wie Informationen zur Nutzung oder Ähnliches geht.

Fazit:

Man sollte sich als Bibliothek gut überlegen, ob man Pinterest nutzen möchte und bereits vorher ein Konzept ausarbeiten. Dieses sollte Ideen für Pinnwände und Pins oder andere Nutzungsmöglichkeiten und Verknüpfungen beinhalten. Stellt man bei der Erstellung des Konzeptes fest, dass man nicht genug Inhalte hat oder das der Arbeitsaufwand unverhältnismäßig groß und nicht zu bewältigen ist, so sollte man davon absehen Pinterest zu verwenden.

Quellen und weiterführende Links:

www.unternehmer.de

www.karrierebibel.de

wikihow.com

slideshare.net

wikipedia

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7 Gedanken zu „Pinterest

  1. Der Artikel beschreibt Funktion, Nutzen und Möglichkeiten von Pinterest recht gut.
    Auch die knappe (aber vollständige) Definition und Angabe der Funktionen ist gelungen und verständlich, auch für die, die Pinterest nicht kennen.
    Leider fehlen Bilder! Der vorhandene Screenshot zeigt zwar das darunter Beschriebene, jedoch wären einzelne genauer erklärte Screenshots schöner gewesen und hätten die Erklärungen der Funktionen besser gegliedert.
    Sehr schön hingegen sind die vielen Links mit Bibliotheken die Pinterest bereits nutzen und auch die Beispiele für eine mögliche Anwendung in Bibliotheken sind mehr als passend.
    Die Stärken und Schwächen, sowie das Fazit, bringen die Probleme (aber auch die Möglichkeiten) von Pinterest genau auf den Punkt.

  2. Liebe rebekkaolthoff, auf diesen Post habe ich mich schon gefreut, denn ich stolpere in letzter Zeit immer häufiger über pinterest. Auch wenn ich mir schon einige Pinnwände angesehen habe oder bei Bildern auf anderen Seiten den Pin-it Button entdeckt habe, wusste ich dennoch nicht so genau, was dahintersteckt. Du hast eine ausführliche Beschreibung gegeben, die man gut versteht, auch wenn man diese Webseite nicht kennt. Ich finde die Idee von pinterest sehr interessant, auch wenn ich mir vorher nicht hätte vorstellen können, wie Unternehmen, insbesondere Bibliotheken, diesen Dienst zu ihrem Vorteil nutzen können. Aber die Ideen und Tipps für Bibliotheken sind sehr einleuchtend, z.B. die Veröffentlichung von Bildern verschiedener Veranstaltungen oder Buchcovern zu verschiedenen Genres finde ich sinnvoll. Allerdings denke ich auch, dass die Nutzung von Pinterest für diese Art von Unternehmen, die keine Produkte produzieren, die sie bewerben möchten, eher begrenzt ist. Die Gruppe der „Follower“ wird bei Bibliotheken wohl eher klein sein. Deshalb stimme ich dir zu, dass man sich vorher gut überlegen sollte, ob es sinnvoll ist, sich bei Pinterest anzumelden, denn die Pflege und Bearbeitung ist ja auch zeitaufwändig. Diese Zeit könnte eine kleine Bibliothek vielleicht eher in die Pflege anderer sozialer Netzwerke (z.B. facebook) investieren. Mir ist aufgefallen, dass du nur Beispiellinks von ausländischen Bibliotheken gegeben hast. Daraus schließe ich, dass die Nutzung in Deutschland wohl noch nicht so verbreitet ist. Ich bin gespannt, ob sich das in Zukunft noch ändert, denn wenn sich eine Bibliothek dafür entscheidet, Pinnwände bei Pinterest zu erstellen, kann das auf jeden Fall dem Austausch der verschiedenen Bibliotheken dienen und auch zur Ideenfindung beitragen.
    Bei der Stärken/Schwächen-Analyse hätte ich mir noch eine stärkere Abgrenzung gewünscht. Es ist für mich nicht wirklich ein Nachteil, dass man Sachinformationen nicht bildlich darstellen kann. Denn auf Pinterest geht es ja weniger um die Funktionsweise einer Bibliothek, vielmehr um die Darstellung von Aktivitäten und Veranstaltungen, die den Betrachter neugierig machen sollen, die Webseite und damit auch die Bibliothek zu besuchen.
    Du hast dir auf jeden Fall Gedanken darüber gemacht, wie man diesen Dienst auch sinnvoll in einer Bibliothek einsetzen kann und die Funktionsweisen von Pinterest verständlich erklärt.

    • Liebe Rebekka,
      vielen Dank für deinen Artikel. Wie du weißt, bin ich ein großer Fan von Pinterest! 😉
      Und dein Artikel hat mich nicht enttäuscht. Aber der Reihe nach:
      Was mir gefallen hat, war deine Gliederung des Artikels. du bist sehr ausführlich auf die Nutzung in Bibliotheken eingegangen. Du hast auch eigene Ideen entwickelt, was ich wirklich super fand. Die Pinterest-Accounts von Bibliotheken, die ich sonst kannte waren mehr so zur Belustigung der Bibliothekswelt und anderen Bibliotheksmitarbeitern.
      Aber deine Ideen fand ich sehr sinnvoll. Ich bin allerdings nicht so sicher, ob es sich für die Stabi lohnen würde oder ob sich Pinterest-Accounts eher für öffentliche Bibliotheken eignen würde. Wir müssen die Entwicklung in diese Richtung wohl noch ein wenig abwarten. Ich fand es aber auch wieder sehr bezeichnend, dass die Bibliotheken, die Pinterest bereits nutzen, meist in den USA sind. Das zeigt wieder, dass Bibliotheken in Deutschland in Dingen Web 2.0 noch einiges lernen können. 😉

    • Hallo liebe Julia,
      danke für deinen netten Kommentar. Ich hatte tatsächlich vergessen zu erwähnen, dass Pinterest in Deutschland noch nicht so verbreitet ist. Allerdings wächst die Comunity exponential.
      Aber es stimmt gerade bei deutschen Bibliotheken ist Pinterest noch nicht so angekommen. Möglicherweise liegt das auch an den bereits ausgeführten Schwächen und dem Arbeitsaufwand.

  3. Hey Rebekka,
    vielen Dank, Du hast für mich das Geheimnis von Pinterest gelüftet! Ich wusste immer nur, dass es „irgendwas mit Bildern“ zu tun hat, aber nun bin ich doch um einiges schlauer und außerdem habe ich dank Deines Artikels / Deiner Abbildungen richtig Lust bekommen, selber mal bei Pinterest zu stöbern!
    Die Idee, Pinterest für die Präsentation von Neuerwerbungen in der Bibliothek zu nutzen, finde ich sehr gut, auch wenn man natürlich abwägen muss, ob der damit verbundene Aufwand gerechtfertigt ist. Generell finde ich Deine Überlegungen zu Stärken und Schwächen nachvollziehbar und gut durchdacht!

  4. Ich finde den Artikel gut gegliedert und informativ. Ich habe mich vor einiger Zeit mal bei Pinterest angemeldet….es aber dann nie benutzt, da ich es zuerst ziemlich unübersichtlich fand und das Gefühl hatte, dass es Tumblr ziemlich ähnelt. 😀 Dein Artikel hat aber sehr gut erklärt was genau Pinterest ist, wie es Funktioniert und wofür es genutzt wird. Auch deine Stärken, Schwächen und das Fazit sind gut dargestellt. Aber ich hätte mir noch einige weitere Screenshots gewünscht.

    Gut finde ich auch, dass du detailliert auf die Nutzung von Pinterest in Bibliotheken eingegangen bist.

    Danke für den interessanten Artikel, der mir viele neue Einblicke in Pinterest gegeben hat! 🙂

  5. Liebe Rebekka,
    vielen lieben Dank für deinen Artikel. Er hat mir geholfen, diese Plattform ein wenig besser zu verstehen, denn du hast Kompliziertes mit einfachen Worten gut erklärt. Besonders deine eigenen Ideen zur Nutzung finde ich, wie die anderen auch, sehr gut. Das zeigt mir, wie sehr du dich mit der Thematik auseinander gesetzt hast.
    Ich hätte mir, wie einige andere, auch mehr Screenshots gewünscht. Da eine anonyme Nutzung fast nicht möglich ist, hätte man einen besseren Einblick, bezüglich der allgemeinen Aufmachung, Gestaltung und Benutzung bekommen können.

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