QR-Codes

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Gliederung

-Erklärung/Definition

-Technik/Nutzung

-Zweck/Einsatzgebiete

-Stärken/Schwächen

-Fazit

-Quellen

 

Erklärung/Definition

Die Bezeichnung „QR“ steht für Quick Response, welches im Deutschen so viel heißt wie „schnelle Antwort“. Sie wurden im Jahre 1994 von der japanischen Firma „Denso Wave“ entworfen. Es existierten vorher schon einfachere Codes, erfunden vom Automobilhersteller „Toyota“,  um Baugruppen und Komponente in der Logistik zu markieren. Die QR-Codes sind 2-Dimensionale Codes, das bedeutet, dass sie aus optoelektronisch lesbaren Schriften bestehen, welche sich durch verschieden breite Striche oder Punkte und dazwischen liegenden Lücken, mit hohem Kontrast, auszeichnen.

Die Optoelektronik ist eine Kombination von Optik und Halbleiterelektronik (Fotovoltaik ist z.B. ein wichtiger Anwendungsbereich dieser Elektronik). Sie  „[…]umfasst im weitesten Sinne alle Produkte und Verfahren, die die Umwandlung von elektronisch erzeugten Daten und Energien in Lichtemission ermöglichen und umgekehrt[…]“[1], um Vorteile „[…]der schnellen und elektromagnetisch und elektrostatisch unstörbaren breitbandigen Übertragungseigenschaft des Lichtes zu kombinieren.“[2] So gesehen sind sie kleine Datenspeicher, in denen man Internetadressen, Kontaktdaten, E-Mail Adressen, Texte und SMS kodieren kann.

 

Technik/Nutzung

Optisch bestehen die Codes aus einer quadratischen Matrix (Tabelle) aus schwarzen und weißen Punkten, welche die kodierten Daten binär darstellt (zur Darstellung von Zahlen werden nur zwei verschiedene Ziffern genutzt). Damit das Lesegerät weiß, wie es sich auf der Matrix zu orientieren hat, um die kodierten Daten zu entschlüsseln, gibt es in drei der vier Ecken bestimmte Markierungen. Um eine optimale Kodierung zu gewährleisten, ist es wichtig, dass ein hoher Kontrast vorherrscht, ob er nun klassisch in schwarz weiß oder bunt gehalten ist, liegt im Ermessen des Erstellers, es muss nur auf eine starke Farbabgrenzung geachtet werden. Alle Daten in einem QR-Code haben einen fehlerkorrigierenden Code, welcher bis zu 30 % Verlust des Codes toleriert. Dieser kann dadurch immer noch dekodiert werden und bleibt lesbar. Dies ist zum Beispiel wichtig, wenn der QR-Code verschmutzt wurde. Ihr Zweck und Einsatzgebiet ist vielseitig. Wer heutzutage durch die Straßen geht, wird beim genaueren Betrachten seiner Umwelt QR-Codes an den verschiedensten Stellen entdecken können.

Des Weiteren gibt es noch Abwandlungen des klassischen QR-Codes, die in den letzten Jahren entwickelt wurden.

Es handelt sich dabei um den Micro-QR-Code, welcher über nur einen Orientierungspunkt in der Matrix verfügt und somit kleiner gestaltet werden kann. Dadurch können aber auch weniger Informationen kodiert werden.

Eine weitere Variation ist der Secure-QR-Code. Dieser enthält weitere Funktionen zum Verschlüsseln der Dateninhalte. Entweder kann der gesamte oder auch nur ein Teil des Inhalts für Dritte unlesbar und nur mit Hilfe eines speziellen Lesegeräts sichtbar gemacht werden. Die öffentlich gehaltenen Daten bleiben weiterhin für die normalen Lesegeräte dekodierbar.

Des Weiteren gibt es noch den  iQR-Code, welcher optimierte Eigenschaften des Micro-QR-Codes enthält und erstmals nicht in quadratischer Form auftreten muss (z.B. Rechteck oder zylindrische Form).

Als letzte Variation ist der sogenannte Design-QR-Code anzusehen. Diese Codes sind personalisiert, meistens farbig und mit integrierten Logos versehen (s.Abb.)

 

Zweck/Einsatzgebiete

Die QR-Codes erfüllen ihre Funktion zum Beispiel als Fahrplanauskunft der öffentlichen Verkehrsmittel, als allgemeine Navigationshilfen, zur Markierung von Haustieren (QR-Code auf der Hundemarke) und in der Werbung allgemein, um schnell zusätzliche Informationen bieten zu können.

Des Weiteren gibt es in der vorherrschenden Welt der Smartphones Direktverlinkungen zum AppStore (iOS) oder playStore (Android).

Speziell in FaMI-Betrieben finden sie ihren Einsatz in der Navigation, als Lagepläne oder Informationsmittel für Veranstaltungen (z.B. Codes auf den Plakaten in der SUB Hamburg). Des Weiteren finden sie Verwendung an den Regalen (z.B. in der Lehrbuchsammlung der ULB Dortmund) im Katalog für den Standort, Signatur, Titel und Autor (z.B. in der UB Augsburg).

 

Stärken/Schwächen

Ihre Stärken liegen in der Benutzung und Handhabung. Sie ersetzen das Abtippen von Informationen (z.B. lange URL-Adressen) und führen schneller zum gewünschten Ziel. Die vielen verschiedenen Informationen können komprimiert und leicht zugänglich gemacht und auf allen erdenklichen Medien und Orten platziert werden.

Auf der anderen Seite dürfen diese QR-Codes nicht zu klein gestaltet sein, da sie vom Handy/Lesegerät noch erfasst und gelesen werden müssen. Des Weiteren benötigt man ein lesefähiges Handy mit entsprechender Software, um die Informationen verarbeiten zu können.

Ein weiterer Negativpunkt ist der Virenschutz. Da der Inhalt nicht sofort ersichtlich ist, ist es möglich, in der Verschlüsselung schadhafte Software zu verstecken. Der Anwender gerät dann entweder auf eine virenbehaftete Internetseite oder es werden unentdeckt Funktionen auf seinem Handy ausgeführt. Um dem entgegenzuwirken wurden das Atagging entwickelt. Dies bedeutet, der Inhalt wird zunächst nur angezeigt und nicht ausgeführt, sodass schadhafte Software nicht übergreifen kann und der Nutzer erkennen kann, auf welcher Seite er sich gerade befindet.

 

Fazit

Die QR-Codes lassen sich vorallem im Bereich des Marketings sehr gut einsetzen, die Informationen sind schnell abrufbereit und fast überall platzierbar.

Die Möglichkeiten der Einsetzbarkeit sind kaum begrenzt. Durch die Lizenzfreiheit ist es Jedem möglich, QR-Codes zu generieren und seine gewünschten Informationen zu verbreiten. Durch die voranschreitende Verbreitung der Smartphones sind auch die QR-Codes auf dem Vormarsch.

Es sollte deswegen darauf geachtet werden, dass die hinterlegten Informationen speziell für mobile Geräte geeignet sind, da diese Nutzung die größte Zielgruppe ausmacht. Des Weiteren ist es wichtig, den Viren-/Datenschutz weiterhin zu gewährleisten, um Missbrauch zu vermeiden.

Alles in Allem bieten die QR-Codes vielschichtige Einsatzmöglichkeiten, welche sich in der Zukunft wohl noch verstärken und auch in Bibliotheken nicht mehr wegzudenken sein werden.

 

Quellen

Grafik:http://ebizarchitects.files.wordpress.com/2011/06/design-qr-code-hase.jpg (05.11.13)

http://de.wikipedia.org/wiki/QR-Code (05.11.13)

http://de.wikipedia.org/wiki/Dualsystem (05.11.13)

http://de.wikipedia.org/wiki/Tabelle (05.11.13)

http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tipps-Wissen-QR-Codes-Barcode-EAN-6122468.html (12.11.13)

http://qrcode.wilkohartz.de/ (12.11.13)

http://de.wikipedia.org/wiki/Optoelektronisch (26.11.13)

http://log.netbib.de/archives/2011/04/29/qr-codes-im-bibliothekarischen-einsatz/ (19.11.13)

 

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5 Gedanken zu „QR-Codes

  1. Dein Text hat mir recht gut gefallen, da er sehr gut gegliedert und leicht verständlich war. Du bist meiner Meinung nach sehr gut auf den Zweck und das Einsatzgebiet der QR-Codes eingegangen. Auch die Stärken und Schwächen sind gut hervor gekommen. Bei der Erklärung der Optoelektronik hätte ich mir gewünscht, dass du es etwas mehr in eigenen Worten und vielleicht etwas vereinfachter erklärst, da es beim ersten Lesen nur schwer verständlich ist. Die Nutzung/Technik hast widerum, wie ich finde, sehr gut wiedergegeben, so dass es keinerlei Verständnisprobleme meinerseits gab. Als kleinen Tipp kann ich dir noch ans Herz legen in den Satzanfängen etwas zu variieren (du hast sehr oft „des Weitern“ verwendet), dass würde den Text noch etwas „runder“ wirken lassen. Das gewählte Bild am Anfang deines Eintrages hat mir auch gut gefallen und war auch an der richtigen Stelle eingesetzt, nur fand ich es schade, dass es so klein war. Aber wie schon am Anfang erwähnt, gefällt mir dein Text im Großen und Ganzen sehr gut! Ich kann mir jetzt mehr unter den QR-Codes vorstellen und deren Funktionsweise besser nachvollziehen! 🙂

  2. Ich kann mich alinatwietmeyers Kommentar nur anschließen.
    Der Artikel ist sehr lehrreich und auch sehr fachlich geschrieben. Bei den ersten 2 Punkten hätte ich mir eine einfachere Erklärung gewünscht (was bei dem Thema, aber sicherlich auch nicht leicht ist 🙂 ! ). Ansonten hast du alle Punkte aufgegriffen, die vorkkommen sollten, und hast alles kurz, knapp und treffend erklärt!

  3. Ein guter Beitrag zu einem Thema, dass wirklich in Bibliotheken genutzt wird!
    Bei meinem Praktikum in der ZBW habe ich nämlich deren QR-Kampange kennengelernt und die Zugriffzahlen waren wircklich hoch. (http://www.zbw-mediatalk.eu/2012/11/der-zbw-rechercheguide-deutschlandweit-qr-codes-im-bildungseinsatz/)
    Dein Artikel hat mir jetzt auch die technische Umsetzung näher gebracht, wobei es manchmal wirklich nicht so einfach nachzuvollziehen war, was du genau beschreibst. Eine weitere Grafik hätte das villeicht noch etwas aufgelockert. Und deine eigene Meinung zu QR-Codes hätte mich auch interessiert. 🙂

  4. Liebe Alina, vielen Dank für deinen Artikel.
    QR-Codes begegnet man wirklich fast überall. Auf jedem Kinoplakat sieht man einem, damit man ja direkt zu der offiziellen Website weitergeleitet wird und dort weitere Informationen findet.
    Ob das immer so sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage.
    Deine Beispiele aus Bibliotheken fand ich ganz gut.
    Wie bei den anderen fand ich die Definition von optoelektronisch auch nicht so verständlich und ein paar Bilder mehr hätten auch nicht geschadet.

  5. Liebe Alicia,
    vielen Dank, dass du uns die Welt der QR-Codes näher gebracht hast. Für mich war es ein Thema, mit dem ich mich noch nicht beschäftigt habe, obwohl man diese Codes fast täglich sieht, konnte ich vor deinem Artikel noch nicht viel damit anfangen. Durch deine Artikel habe ich sehr ausführliche Informationen erhalten, die auch für Laien sehr gut verständlich waren.
    Meiner Meinung nach hast du besonders gut den schwierigen fachlichen Teil erklärt. Dafür hätte ich mir allerdings noch ein paar Grafiken zur Unterstützung gewünscht. Ich fand es wunderbar, wie du die verschiedenen Varianten erklärt hast. Hier wäre eine kleine Gliederung z.B. durch Zwischenüberschriften, hilfreich zur Orientierung gewesen.

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