Twitter – Die Welt des Zwitscherns!

twitterTwitter ist ein Mikroblogging-Dienst, der den Nutzern die Möglichkeit bietet Neuigkeiten oder Informationen im Netz zu verbreiten und zu veröffentlichen. Twitter bedeutet auf Deutsch „zwitschern“, weshalb es sich bei dem Logo um einen blauen Vogel handelt.

Die so genannten Tweets (Beiträge) sind auf 140 Zeichen beschränkt, um zu bezwecken, dass die Informationen möglichst knapp und auf den Punkt gebracht werden, damit den Lesern eine einfache und schnelle Übersicht geboten wird. Als Follower abonniert man die Tweets anderer Nutzer und kann diese anschließend auf seiner eigenen Timeline wieder finden. Die angezeigten Tweets werden dann in chronologischer Reihnfolge wieder gegeben. Somit ergibt sich eine Übersicht über Themen, Personen oder Nachrichten die einen interessieren. Tweets, die einem besonders gut gefallen oder deren Thematik einem besonders wichtig erscheint kann man mit der Vergabe eines Sternes faven (favorisieren). Beiträge mit besonders vielen Sternen stoßen bei der Usergemeinde demnach auf großen Anklang, Tweets mit weniger Sternen hingegen interessieren die User weniger. In einem Tweet kann Bezug auf einen anderen User genommen werden, in dem ein @ unmittelbar vor den Usernamen gesetzt wird. Dieser Beitrag ist dann öffentlich für jeden zu sehen. Um nur einen bestimmten User anzusprechen sollte die Funktion der Direct Message (DM) verwendet werden. Solche direkten Nachrichten können jedoch nur an Twitterer geschichkt werden, die einem selbst auch folgen, um Missbrauch möglichst zu vermeiden. Bei kompletter Wiederholung eines Tweets muss man vor den ursprünglichen Tweet ein RT für einen Retweet einsetzen. Somit wird ein anderer Nutzer zitiert und der Tweet kann weitergeleitet werden. In vielen Beiträgen findet man oft eine #, die direkt vor ein Wort gesetzt wird. Diese Raute ist ein so genannter Hashtag, mit dem man das nachstehende Wort verschlagworten kann. Die Grundidee von Twitter ist es seine Umwelt darüber zu informieren was man gerade macht. Im Fokus steht zunächst die Kommunikation mit Freunden, Verwandten und Kollegen. Mit der Zeit hat sich Twitter jedoch auch bei Firmen und Organisationen etabliert, weshalb die Kommunikation mit Kunden ebenfalls eine weitere Zielgruppe erfasst.Twitter kann aktuell ca. 232 Millionen aktive Nutzer verzeichnen (stand September 2013), welche jedoch auf unterschiedliche Art und Weise diesen Mikroblogging-Dienst nutzen.

Zum einen gibt es die reinen Twitterer, welche die Frage „Was machst du gerade“ wörtlich nehmen und ihren Followern mitteilt was sie gerade essen, was sie gerade machen oder was sie gerade freut bzw. ärgert. In der Regel haben diese Nutzer eine eher kleine Follower-Gemeinde.

Des Weiteren gibt es die Blogger, die Blogeinträge auf Twitter veröffentlichen, die keinen eigenen Blogeintrag in ihrem eigenen Blog wert sind, weil sie zu kurz sind. Sie nutzen Twitter aber auch, um auf bestimmte Blogeinträge ihrer Blogs zu  verweisen, weil sie hierrüber weitaus mehr Leute erreichen und so Kommentare zu ihren Einträgen erhalten.

Als letzten Typ gibt es die Firmen und Organisationen, die über Twitter Kunden, Konsumenten und Interessierte ansprechen. Sie benutzen Twitter hauptsächlich dazu über Änderungen, Neuheiten oder Veranstaltungen zu informieren. Im Oktober 2013 wagte Twitter den Gang an die Börse, kann jedoch nicht zu hohe Gewinne erzielen wie „Facebook“ ein Jahr zu vor, was vermutlich daran liegt, das die Anzahl der registrierten User weit unter der Anzahl von Facebook liegen und kein konkret ausgearbeitetes Geschäftsmodell besteht.

Screenshot (2)Die Anmeldung bei Twitter ist sehr einfach. Man muss sich zunächst seinen vollständigen Namen angeben und sich anschließend für einen einzigartigen Usernamen, der nicht länger als 15 Zeichen sein darf zulegen. Dann muss man nur noch seine E-Mail-Adresse und ein Passwort angeben und schon ist man registriert.

Screenshot (3)

Das Design lässt sich anschließend individuell anpassen. Hier zeige ich Euch als Beispiel meine eigene Twitterseite, welche ich mir zum besseren Verständnis für diesen Fachartikel angelegt habe.

Twitter bietet seinen Nutzern einige Vorteile. Das Twittern ist eine neue Form des virtuellen Zusammenlebens, welche jedoch nur realisierbar ist, wenn auch deren Freundeskreis und Umfeld an virtuellen Netzwerken interessiert sind. Bekanntschaften weltweit lassen sich dadurch beispielsweise besser aufrechterhalten. Für Firmen und Organisationen ist eine ideale Art und Weise sich einer Web 2.0-affinen Community besser zu näheren und somit eine weiter Zielgruppe zu erschließen. Dies ist gerade für große Bibliotheken eine gute Möglichkeit ihre Nutzer zu erreichen, da die Studenten und jüngeren Nutzer sich viel mit Social-Media auseinandersetzten und diese Dienste in ihrem Alltag verwenden. Ein Beispiel wäre die Twitter-Seite der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg https://twitter.com/StabiHH. Screenshot (1) Negativ zu betrachten ist jedoch, dass es gerade von Personen von öffentlichem Interesse viele Fake-Accounts bestehen, die somit die Persönlichkeitsrechte der Prominenten verletzten. Auch der Datenschutz ist nicht immer gewährleistet, weshalb man sich zunächst gründlich die Nutzungsbedingungen durchlesen sollte.

Abschließend lässt sich sagen, dass Twitter den Nutzern viele Möglichkeiten bietet in regelmäßigem Kontakt mit Freunden, Bekannten und Verwandten zu bleiben, gerade wenn sich diese an unterschiedlichen Orten befinden. Auch für Unternehmen bietet Twitter viele Möglichkeiten, wenn es richtig genutzt wird. Es sollte jedoch stark darauf geachtet werden in welchem Rahmen man diesen Dienst nutzen möchte und wie viel man über sich Preis geben möchte. Auch ein Unternehmen Twitter einführt, sollte es sich vorher klar machen, was online gestellt wird und worauf man besser verzichten sollte, denn jede Information kann von jedem gelesen werden.

Quellen:

Internetquellen:

Literaturnachweise:

  • Twitter : mit 140 Zeichen zum Web 2.0 / Nicole Simon, Nikolaus Bernhardt – 2008
  • Das Twitter-Buch / Tim O´Reilly und Sarah Milstein – 2009
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6 Gedanken zu „Twitter – Die Welt des Zwitscherns!

  1. @alinatwietmeyer
    Sehr schöner Artikel über den Mikroblogging-Dienst „Twitter“. Enthält alle wichtigen Aspekte, die vorgegeben waren, und ist allgemein sehr verständlich formuliert, sodass die Inhalte auch für „Twitter-Laien“ und -Anfänger gut nachvollziehbar sind. Du hast „Twitter“ als solches sehr gut definiert und in seiner Funktion und Nutzungsweise ausführlich erläutert. Sehr gut gefällt mir auch, dass du dich beim Verfassen deines Fachartikels nicht nur auf Internetquellen beschränkt, sondern auch „herkömmliche“ Literatur zur Hilfe genommen hast. 🙂
    Schön wäre es gewesen, wenn du noch ein bisschen mehr auf die Einsatzgebiete in FaMI-Betrieben eingegangen wärst. Vielleicht ein, zwei Sätze darüber, was getwittert wird / werden könnte, also wozu genau „Twitter“ hier zum Einsatz kommt (in der Hoeb4U z.B. wird „Twitter“ u.a. dazu genutzt, die Kunden auf neu erworbene Medien aufmerksam zu machen – wozu nutzt beispielsweise die Stabi „Twitter“?).
    Insgesamt finde ich, dass der Artikel schön gestaltet ist. Du hast an Absätze gedacht, durch die der Fachartikel gegliedert wird, und durch einige eingebaute Screenshots wird der Inhalt auch noch auf bildliche Weise unterstützt. Gut gefällt mir auch die Idee, twitter-spezifische Begriffe durch das Verwenden von Fettschrift vom Rest des Textes hervorzuheben und diese dann im nachfolgenden Text zu erklären.
    Meiner Ansicht nach könnte der Text allerdings noch ein wenig übersichtlicher gegliedert sein. Manchmal verschwimmen die Themengebiete ein wenig. Helfen könnten hierbei z.B. eine klare Durchnummerierung und die Einteilung in Kapitel mit verschiedenen Überschriften.
    Und noch ein kleiner Tipp: Beim nächsten Mal vielleicht jemanden bitten, den Bericht noch einmal im Hinblick auf Rechtschreibung und Zeichensetzung gegenzulesen. Wenn man längere Zeit an demselben Artikel schreibt, verliert man selbst irgendwann den Blick dafür und es passiert dann häufiger, dass sich kleinere Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Die Fehler, die mir beim Lesen aufgefallen sind, beeinflussen aber in keiner Weise das Textverständnis – es sind, wie gesagt, nur kleinere Flüchtigkeitsfehler.

  2. Ein schöner Artikel! 🙂 In Amerika scheint Twitter ja wirklich vielseitig und intensiv genutzt zu werden. In Deutschland sieht die Lage anders aus und meiner Meinung nach wird sich das auch nicht ändern. Die meisten Deutschen haben sich schon mit Facebook schwer getan, wozu dann noch einen weiteren Account für ein Netzwerk anlegen, dass einen mit „Informationen“ zuspamt?! Daher fällt es mir schwer nachzuvollziehen, wieso Bibliotheken unbedingt in diese Richtung gehen wollen. Ich finde, dass Bildbasierte Netzwerke einen größeren Nutzen darstellen und Fotos von Veranstaltungen etc. Kunden länger auf der Seite halten und im Gedächtnis bleiben!

  3. Liebe Alina, dein Artikel hat mir gut gefallen.
    Du hast es gut erklärt, Die Sachverhalte waren einfach erklärt. Auch deine Screenshots waren sehr gut ausgewählt und haben das Geschriebene an passender Stelle unterstrichen.
    Du hast sogar einen eigenen Twitter-Account eingerichtet!
    Jetzt zum Inhalt: Ich fand es sehr informativ, ich habe vieles über Twitter gelernt, was sich vorher nicht wusste. Zum Beispiel sind das faven und das Sterne vergeben Funktionen, die mir bei Twitter vorher noch nicht bekannt waren.
    Die verschiedenen Benutzertypen hast du auch erwähnt und bist auf sie eingegangen und hast die Vorteile der Nutzung erläutert. Das war sehr gut!
    Ich persönlich finde es immer wichtig, auch ein wenig auf die Gefahr eines Internetdienstes einzugehen. Das hast du getan, indem du hier schreibst: „Auch ein Unternehmen Twitter einführt, sollte es sich vorher klar machen, was online gestellt wird und worauf man besser verzichten sollte, denn jede Information kann von jedem gelesen werden.“
    Oder dass man nicht jedem Promi-Tweet glauben sollte, da es auch viele Fake-Accounts gibt.
    Insgesamt fand ich den Artikel gut. Was mir gefehlt hat, waren Zwischenüberschriften, um den Artikel mehr zu gliedern. Manchmal wird zwischen den Themen hin und her gesprungen.
    Sehr gut!
    Lara

  4. Wie Melanie bereits gesagt hat, ist der Artikel über „Twitter“ im Großen und Ganzen gelungen.

    Besonders gut hat mir gefallen, dass du die Begriffe, die man als „Twitter“-Neuling noch nicht kennt, fett markiert hast und größtenteils auch erklärt hast. Wobei ich mir dabei wirklich für jeden „fett-gedruckten“ Begriff eine Erklärung gewünscht hätte. Wobei ich denke, dass du nicht jeden Begriff erklärt hast, da es dir als „Twitter“-Profi selbsterklärend vorkam.

    Für Neulinge kann es aber ganz hilfreich sein, denke ich.

    Die Screenshots haben zum positiven Gesamtbild des Artikels beigetragen.

    Ebenfalls gut hat mir die Unterteilung der Twitterer in verschiedene Typen gefallen,
    da ich vorher noch nie wirklich über diese Unterteilung nachgedacht habe.

    Ein paar Verbesserungsvorschläge habe ich aber auch noch:

    Wie Melanie hätte ich mir mehr Beispiele gewünscht, vor allem auch im FAMI-Bereich, aber auch genauere Verwendungen für einen privaten Twitter-Account. Wofür wird er verwendet (einige Bespiele), bzw. gibt es spezielle Anwendungsformen?

    Ich hatte ebenfalls den Eindruck, dass Teile des Artikels etwas durcheinander waren und hätte mir ebenfalls zur leichteren Übersicht Teilüberschriften gewünscht.

    Wie ich oben bereits erwähnte, hätte ich mir auch eine Erklärung aller „fett-gedruckter“ Begriffe gewünscht.

    Im Allgemeinen hat der Artikel jedoch das bewirkt, was er bewirken sollte: Twitter gut erklärt.

  5. Ich fand deinen Artikel über Twitter sehr gut. Ich finde ihn sehr übersichtlich und sehr gut verständlich. Ich denke auch, dass Leute, die Twitter nicht benutzen, den Artikel gut verstehen können (wie Melanie ja schon erwähnt hat). Auch finde ich es sehr gut, dass du einige Screenshots mit eingebaut hast. Diese sind sehr gut ausgewählt! Eine kleine Sache ist mir jedoch aufgefallen. Du hast ja erwähnt, dass ein Tweet, der Bezug auf einen anderen User nimmt (durch das @-Zeichen), für jeden öffentlich zu sehen ist. Ich glaube, wenn man seine Tweets „schützt“ kann niemand den Tweet sehen (außer natürlich die Leute, die einem folgen). Ich kann mich aber auch irren. Ansonsten ein sehr guter Artikel. Du hast alle wichtigen Informationen erwähnt!
    Ich denke auch, dass du die Einsatzgebiete gut erläutert hast. Durch den Screenshot vom Stabi Twitter-Account kann man ja gut erkennen worüber dort getwittert wird. 😉
    Vielleicht hättest du noch erwähnen können, dass die echten Profile von Musikern, Schauspielern, usw. seit längerer Zeit immer verifiziert werden und durch einen Haken hinter dem Usernamen erkennbar sind. So gibt es zwar immer noch viele Fake-Accounts, jedoch ist die Gefahr nicht mehr groß, dass Fans diesen Leuten folgen. Aber das ist nur eine Kleinigkeit und nicht sonderlich wichtig. 🙂

  6. Für mich als Twitter-Anfänger hast du den Dienst super erklärt. Ich hatte bis jetzt eher das Gefühl, dass Twitter ein völlig unnötiger Dienst ist und konnte es absolut nicht verstehen, dass twitter so viele Nutzer hat und überall vorkommt. Man kann twitter und facebook einfach nicht entkommen, überall hört oder liest man, ob Werbung oder Nachrichtensendung: Folge uns auf twitter… und selbst das Wort des Jahres GROKO kommt natürlich von twitter….
    Ich kann durch deinen Artikel, allerdings schon den Reiz verstehen! Für mich kommt twitter jedoch auch jetzt nicht in Frage. Die Datenschutzprobleme, die du nennst, sind mir persönlich zu gravierend.

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