Wiki

Aufbau des Artikels:

  1. Worterklärung
  2. Definition und Erläuterung
  3. Geschichte der Wikis und „Wikipedia“
  4. Funktionsweise
  5. Einsatzgebiete
  6. Stärken und Schwächen
  7. Fazit
  8. Quellen & weiterführende Links

1. Worterklärung:

Wiki ist das hawaiianische Wort für „schnell“.

2. Was ist ein Wiki?

Ein Wiki ist eine Web 2.0-Anwendung, bei der Benutzer Inhalte lesen, erstellen, kommentieren und außerdem direkt online im Browser verändern können. Es dient so als Mittel des Wissensmanagements.

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Die Idee hinter dem System ist die Zusammenarbeit verschiedenster Menschen am Inhalt des Wikis. Inhalte können Texte, Fotos sowie weitere Medien sein. Diese Veränderbarkeit war ursprünglich ebenfalls eine Grundidee des  World Wide Web. Wikis wurden besonders in der Freie-Inhalte-Bewegung bekannt. Neben den freien Inhalten, deren kostenlose Nutzung und Weiterverbreitung urheberrechtlich erlaubt ist, ist der offene Zugriff ein wichtiger Aspekt von Wikis.

3. Geschichte der Wikis & Wikipedia

Obwohl es bereits in den 70ern erste Wikis gab, wurden sie erst mit Start des World Wide Webs populär. Ein Grund dafür ist Online-Enzyklopädie Wikipedia. Diese ging am 15. Januar 2001 auf der Domain wikipedia.com online und hatte bis 2005 über eine Million Seiten. 500 Millionen Menschen nutzen Wikipedia im Monat und ist die Nummer 5 der am häufigsten besuchten Seiten der Welt. Nur ca. 250 Angestellte arbeiten für die Organisation.

Die Anzahl der Wikis stieg jährlich und bald gab es zu den verschiedensten Themen eins. Besonders das Fanwiki wurde als Mischung aus Lexikon und Fan-Fiction ein großer Erfolg. Durch die rasche Verbreitung im Netz wurde das Wort „wiki“ zur Alltagssprache und im März 2007 in das Oxford English Dictionary aufgenommen.

Außerdem gibt es eine Reihe von Wikis, Regiowikis genannt, die speziell für einzelne Städte und deren Themenkreise eingerichtet worden sind. Das größte der Welt ist übrigens das Stadtwiki Karlsruhe.

Auch in politischen Bereichen nehmen Wikis Einfluss: In Österreich und Portugal wurde ein Wiki zur Ausarbeitung des Regierungsprogramms, bzw. einer Verfassung genutzt.

4. Funktionsweise

Für die Bearbeitung der Inhalte nutzt man ein einfaches Content-Management-System, die sogenannte Wiki-Software oder Wiki-Engine. Die meisten Systeme sind kostenlos, also als freie Software verfügbar und können mit den richtigen Kenntnissen um eigene Ideen erweitert werden.

Basis für ein Wiki ist ein Hypertext-System sowie eine erleichterte Auszeichnungssprache. Die einzelnen Seiten sind durch Hyperlinks verbunden. Ist ein Link fehlerhaft, wird er nicht wie gewohnt als Fehler aufgezeigt. Stattdessen wird man durch ein Formular aufgefordert, eine neue Seite anzulegen. Auch Hyperlinks mit anderen Wiki-Diensten kann durch sogenannte InterWiki-Verweise gelingen.

Ein Wiki kann sowohl im geschlossenen (Bearbeitung nur mit Anmeldung) als auch offenem System (jeder kann anonym bearbeiten).

Die wichtigsten Funktionen in der Wiki-Software sind Schriftauszeichnung und die Verlinkung. Dazu benötigt man Kenntnisse der vereinfachten Auszeichnungssprache, wie z.B. Wikitext.

Die Versionsverwaltung ist ein wichtiger Bestandteil der Wikis, da durch den zuvor bereits erwähnten offenen Zugriff Fehler sowie mutwillige Unwahrheiten u.ä. leichtes Spiel haben. Diese Funktion stellt eine frühere Version der Seite wieder her.

Wenn dich die Erstellung eines Wikis besonders interessiert, empfehle ich das Tutorial der kostenlosen Plattform Wikia auf Youtube! Einfach hier klicken.

5. Einsatzgebiete

Öffentlich im World Wide Web (Community)

  • Privatpersonen, um Wissen zu erlangen und zu teilen

Privat in lokalen Netzwerken

Persönlich

  • Am Heimcomputer für die eigene Organisation von Informationen (z.B. durch Desktop-Wikis)
  • Zum Beispiel um Informationen zu verwalten, als Tagebuch oder auch als Verwaltungsprogramm für Internetquellen

Im Unternehmen (auch Bildagenturen, etc.)

  • Als Arbeits- und Präsentationssystem
  • Zur Erstellung von Leitfaden und Arbeitsanleitungen
  • Im Produktmanagement und Vertrieb
  • Als Intranet

In Bibliotheken

Für Mitarbeiter

  • Organisation der Arbeitsabläufe in einer Bibliothek
  • Als Werkzeug im organisationsinternen Wissensmanagement, z.B. im Auskunftsdienst (gemeinsames FAQ)
  • Als gemeinsames Projektinstrument (Sommerleseclub in verschiedenen Zweigstellen)

Für Bibliothekskunden

  • Als Arbeitsinstrument zu Projekten für Lokal- oder Regionalgeschichte
  • Als Grundlage für Schulungen (Arbeitsmittel für den Schulungsleiter und die Teilnehmer)

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6. Stärken und Schwächen

Stärken Schwächen
Schnelligkeit (erlernen, editieren, kommunizieren) Wenig Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich Design und Layout (content over form)
leichte Handhabe des CMS (Usability) Mitarbeiter benötigen die Motivation, das Wiki selbstständig zu bearbeiten
Eingebaute Suchfunktion
Verschiedenste Angebote an Plattformen
Kostenersparnis (Tools stehen kostenlos zur Verfügung, langwierige Schulungen sind nicht unbedingt notwendig)
Verbesserung der Effizienz im Unternehmen
Erweiterung und Verbesserung der Zusammenarbeit im Unternehmen
Korrektere, aktuelle und transparente Informationen
Möglichkeit, auf andere Dokumentenformate zu verzichten
Flexibilität (keine zeitliche, räumliche oder technische Einschränkungen)
Sicherheit (Vergabe von Zugangsberechtigungen, Versionsverwaltung)

7. Fazit

Wikis stellen auch für Bibliotheken eine sinnvolle Ergänzung innerhalb der Organisationsstruktur und im Wissensmanagement da. Durch die leichte Erlernbarkeit der Funktionsweise ist das Wiki gerade in großen Bibliotheken mit vielen Zweigstellen eine tolle Möglichkeit des Wissensaustauschs!

8. Quellen & weiterführende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/wiki.html

http://www.bibliotheksportal.de/themen/web20/wikis.html

Dorai Thodla / I.T. Magazine, Nov 2007

http://www.prowiki2.org/glarnerschulen/wiki.cgi?WasIstEinWiki

http://dorai.me/2007/11/02/wiki-trends/

http://blog.seibert-media.net/2009/07/08/wiki-studie-1-wer-nutzt-wikis-und-warum/

http://achim-lummer.de/wikis-in-produktmanagement-und-vertrieb/

https://zohowikihelp.wiki.zoho.com/ (Grafik 1)

http://www.innovation-series.com/2012/12/17/wikis-for-innovative-work/ (Grafik 2)

Weiterführende Links:

Das Wiki des GBV:

http://www.gbv.de/wikis/cls/Startseite

Das Wiki der Stadtbibliothek Stuttgart:

http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte/2008/535/pdf/08%2006%2006Vortrag%20Wikis%20MannheimFolien_Notizen.pdf

Einsatz von Wikis in Unternehmen:

http://winfwiki.wi-fom.de/index.php/Einsatz_eines_Wiki_in_Unternehmen_als_Informationsverwaltung,_mit_besonderer_Sicht_auf_Chancen_und_Risiken

Wikis erstellen, eine Information des BIB:

http://www.bib-info.de/fileadmin/media/Dokumente/Kommissionen/Kommission%20f%FCr%20One-Person-Librarians/Checklisten/check16.pdf

Auf der Seite des Bibliotheksportals findet ihr viele weiterführende Hinweise zum Thema!

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4 Gedanken zu „Wiki

  1. Dein Fachartikel über Wikis hat mir sehr gut gefallen.
    Der Aufbau deines Artikels ist dir gut gelungen. Besonders die einleitende Gliederung war sehr hilfreich. So konnte man sich schon vor den eigentlichen Infos einen Überblick verschaffen, welche Punkte ausgeführt werden. Die einzelnen Abschnitte waren sinnvoll unterteilt.
    Du hast den Begriff Wiki einfach, aber passend erklärt. Deine Informationen über die Geschichte der Wikis gab eine gute Einleitung und war zum Einstieg sehr interessant
    Besonders gut gefallen hat mir, wie du die Funktionsweise von Wikis erklärt hast. Auch Menschen mit wenig Computer- und Technikwissen können, meiner Meinung nach, die Funktionsweise von Wikis verstehen. Auch wenn deine Grafiken auf englisch sind, kann man sie gut verstehen und sie ergänzen sinnvoll deinen Text.
    Auch deine Beispiele bei den verschiedenen Einsatzgebieten haben mir gut gefallen. Allerdings hätte ich mir gewünscht dort die weiterführenden Links zu finden. Dadurch das diese sich am Schluss befinden, verschwinden sie leider ein wenig.
    Die Stärken und Schwächen hast du graphisch gut gegenübergestellt. Du hast sehr viele Stärken aufgeführt, leider jedoch nur zwei Schwächen. An dieser Stelle hätte ich mehr gewünscht, z.B. bezogen auf die Richtigkeit der Informationen.
    Ich hätte mir auch noch gewünscht, dass dein Fazit noch ein wenig länger und tiefer ausfällt.
    Meiner Meinung nach hast du das etwas schwierige Thema Wiki gut umgesetzt und einleuchtend erklärt! Vielen lieben Dank für deinen Artikel 🙂

    • Danke für deinen Kommentar, Caro! Die Schwächenliste erschien mir ebenfalls sehr kurz, aber auch jetzt fällt mir nichts weiteres ein. Wikis glänzen durch ihre Einfachheit. 😉

  2. Hallo Ramona,

    vielen Dank für Deinen informativen Artikel zu Wikipedia. Schon Dein erster Satz (das Wiki hawaiianisch ist und schnell bedeutet) hat mich überrascht und mich gespannt gemacht, auf das, was da noch kommen würde!
    Auch Deine Erkärung der Funktionsweise eines Wikis finde ich, insbesondere in Kombination mit der Grafik, sehr gelungen.
    Vielleicht hättest Du noch etwas genauer auf die konkreten Einsaztmöglichkeiten von Wikis in Bibliotheken eingehen können (falls möglich mit Links zu Beispielen falls vorhanden / offen zugänglich), ich habe aber auch so schon wirklich viele, für mich neue, Informationen aus Deinem Artikel gewonnen (Wortherkunft, Fanwikis…) und das, obwohl z.B. Wikipedia ein Dienst ist von dem ich dachte, ihn recht gut zu kennen. Deshalb hier ein großes Lob an Dich!

  3. @Ramona:
    Ich kann mich caro994s Meinung nur anschließen, dein Artikel ist wirklich gut gelungen! 🙂 Die Informationen sind gut recherchiert, was sich unter anderem daraus ablesen lässt, dass du dich nicht nur auf eine einzige Quelle beziehst, sondern verschiedene Internetquellen als Grundlage für deinen Text verwendet hast. Auch – oder gerade – Menschen, die mit Wikis bisher noch nicht so viel zu tun gehabt haben, können mithilfe deines Fachartikel sehr gut verstehen und nachvollziehen, was mit Wikis gemeint ist, wie sie funktionieren und auf welche Weise sie eingesetzt werden (können).
    Durch deine Untergliederung in verschiedene Kapitel wird der Text sehr übersichtlich und auch deine Grafiken – die übrigens sehr passend und gut ausgewählt sind – tragen dazu bei, dass man den Artikel gerne bis zum Ende liest und nicht schon zu Beginn von einer Fülle an Informationen regelrecht „erschlagen“ wird. Ebenfalls sehr positiv fällt in punkto Übersichtlichkeit deine Tabelle mit den Stärken und Schwächen auf, durch die man alle Vor- und Nachteile von Wikis auf einen Blick präsentiert bekommt. Doch genau wie caro994 bin ich der Ansicht, dass man zumindest zwei oder drei negative Aspekte noch hätte ergänzen können – es sei denn, Wikis haben tatsächlich nur Stärken… 😉

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