Last.fm – Musik entdecken leicht gemacht

Wäre es nicht schön bei der heutigen Musikvielfalt immer neue Lieder und Interpreten zu finden, die genau zum eigenen Musikgeschmack passen und von denen man vorher am besten noch nie etwas gehört hat?

Spotify, Soundcloud & Co bieten ihren Nutzern immer öfter Dienste um genau dieses Ziel zu erreichen. Es geht nicht mehr nur darum die riesigen Musikdatenbanken zu nutzen und dadurch Musik frei zu streamen. Nein, es geht auch darum, schnell möglichst passende neue Musik für sich zu entdecken. Dafür gibt es zum Beispiel die Möglichkeit Freunden, aber auch Musikern oder Prominenten zu folgen, um so informiert zu werden welche Musik diese Leute gerade hören. Ebenso hat man die Möglichkeit sich die privaten Playlists anderer Nutzer anschauen. Man versucht also möglichst viele Daten aller Musikfans sichtbar zu machen, um es den Nutzern der jeweiligen Dienste zu ermöglichen Inspiration bei Anderen zu finden.

Ein ganz spezieller Dienst der diese Möglichkeiten ebenfalls anbietet ist Last.fm. Dieser Anbieter bezeichnet sich selbst als der “weltweit größten Musikkatalog“ und bietet seinen Nutzern einen Empfehlungsdienst und eine personifizierte Webradioanwendung. Man registriert sich mit einer E-Mail Adresse auf der lastPlattform und erstellt erst einmal ein ausführliches Musikprofil über alle Interpreten, die man gerade gerne hört. Die Bands sind in einer großen Datenbank erfasst und können von allen Usern frei getaggt werden. Dadurch entstehen dann Verknüpfungen zum jeweiligen Genre oder zu ähnlichen Interpreten, die einem als Empfehlung angezeigt werden. Auch die Mitarbeiter von Last.fm arbeiten kontinuierlich an dieser Datenbank, um die Qualität der Empfehlungen garantieren zu können. Natürlich findet man aber trotzdem hin und wieder unpassende Tags, die Nutzer hinterlassen haben, um ihre Kritik an mancher Musik zu verewigen.

tama impala

Die Plattform ist relativ unkompliziert gestaltet, enthält alle gängigen Interpreten und Musikrichtungen und bietet auch eine Möglichkeit sich mit Usern mit ähnlichem Musikgeschmack zu vernetzen.  Dafür gibt es nämlich die Funktion „musikalischer Nachbar“, durch den jeder Nutzer auf andere Personen in der Community aufmerksam gemacht wird, die den eigenen Musikgeschmack teilen. Zusätzlich gibt es auch noch passende Event- und Konzertempfehlungen.

Last.fm bietet also schon eine ganze Menge. Das eigentliche Herzstück dieser Plattform  war zu Beginn jedoch eine Webradioanwendung. Man gibt einen Künstler oder ein Genre an und Last.fm stellt kostenlos einen Radiosender zusammen, der ausschließlich Musik passend zu den eigenen Angaben spielt. Überwiegend funktioniert dieser Dienst ganz gut.

Um jedoch ein möglichst gutes Endergebnis zu bekommen, muss man seine eigenen Hörgewohnheiten so detailliert wie möglich angeben. Last.fm hat dafür eigens ein Plug-In zur Verfügung gestellt, dass sich in die unterschiedlichsten Musikplayer wie Winamp, ITunes oder den Windows Media Player einklinkt und jeden gespielten Song an Last.fm weitervermittelt. „Srobbeln“ wird dieser Vorgang auf der Seite genannt und wird laut Angaben auf der Homepage auch von vielen Usern der Community genutzt.

Dieses Plug-In ist natürlich sehr komfortabel für jeden Nutzer, da seine Vorlieben automatisch weitergeleitet werden und das System von Last.fm dadurch immer auf dem neusten Stand bleibt. Trotzdem ist es auch kritisch zu bewerten, dass ein weiterer Anbieter im Netz große Mengen an persönliche Daten abspeichert, für sich auswerten kann und diese vielleicht an Dritte verkauft. Zwischenzeitlich gab es auch immer wieder Spekulationen das Daten an große Musikkonzerne weitergegeben wurden, damit diese die Daten für ihre Untersuchungen über Hörverhalten spezieller Personengruppen mitnutzen konnten. Bewiesen wurden diese Anschuldigungen jedoch nie ganz und manche Nutzer stellen auch in Frage was denn so schlimm daran wäre, wenn seine Daten in andere Hände gelangen. Viele Nutzer machen im Netz aber auch deutlich, dass Sie mit solch einem Datenaustausch gar nicht einverstanden wären.

Fazit

Last.fm scheint ein wirklich nützlicher Dienst für Musikbegeisterte zu sein, die auf der Suche nach neuen Anregungen sind. Auch das Webradio ermöglicht ein individuelles Angebot für den jeweiligen Musikfan und funktioniert gut. Zusätzlich bietet die Seite eine wirklich große Community und viele kleine Extras wie die Konzertempfehlungen. Trotzdem wäre es meiner Meinung nach problematisch diesen Dienst zum Beispiel den Kunden der Hoeb4U zu empfehlen. Gerade diese Nutzergruppe hätte bestimmt ein großes Interesse an diesem Dienst, aber als Empfehlungsgeber kann man  nicht dafür garantieren wie genau der Datenschutz bei diesem Anbieter eingehalten wird. Daher sollte sich jeder selbst darüber klar werden welchen persönliche Nutzen oder Mehrwert dieser Musikempfehlungsdienst und das Webradio für Ihn haben und wie viele seiner Daten er dafür bereitstellen möchte. Alternativ gibt es noch eine Vielzahl an anderen ähnlichen Diensten, die weniger oder keine persönlichen Daten speichern, dagegen jedoch kostenpflichtig oder schlechter entwickelt sind.

 Quellen

http://www.lastfm.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Last.fm

http://www.musiker-knowhow.de/356-gibt-lastfm-nutzerdaten-an-die-riaa-weiter.html

http://www.chip.de/downloads/Last.fm_17454231.html

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8 Gedanken zu „Last.fm – Musik entdecken leicht gemacht

  1. Hallo jabehrends,

    danke erstmal für den schönen Artikel. Ich hab mich sehr gefreut hier mal wieder was zu Musikstreaming zu finden.
    Den Anbieter Last.fm kannte ich bisher auch noch gar nicht. Ich nutze bisher hauptsächlich Spotify und bin damit auch recht zufrieden. Es ist aber immer interessant zu hören, was es in dieser Richtung noch gibt.
    Sehr interessant fand ich , dass last.fm mit dem Webradio angefangen hat, sich aber anscheinend mittlerweile mehr Nutzer für die Vernetzung untereinander interessieren. Sich vom „musikalischen Nachbarn“ inspirieren zu lassen halte ich hier für ausschlaggebend, mit Sicherheit kann man hier viel Zeit damit verbringen, in den Playlists anderer zu stöbern und dort neues zu entdecken.
    Das „scobbeln“ von den du berichtet hast, bietet der Dienst seit 2005 an. Duch die Fusion mit Audioscrobbler am 09.08.05 hat last.fm auch dessen Funktionen übernommen und somit das „scrobbeln“ in die Anwendung integriert. Es ist natürlich sehr einfach, wenn anhand der Titel, die ich mir bisher angehört habe Vorschläge gemacht werden, aber ich halte diese Funktion für sehr bedenklich.
    Anhand deines Artikels merkt man, dass du dem auch kritisch gegenüber stehst und der Datenschutz bei last.fm ein großes Problem darstellt.
    Insgesamt bin ich von diesem Dienst nicht überzeugt. Ich bin mit meinen bisherigen zufrieden und das „scrobbeln“ gibt mir doch ziemlich zu Denken. Ich finde der Dienst bietet nicht wirklich neues und andere Dienste haben das teilweise schon besser oder mit einer aktiveren Community umgesetzt.

    Liebe Grüße, Anna

  2. Liebe Jasmin, vielen Dank für deinen Artikel.
    Ich muss zugeben, dass ich weder Spotify noch last.fm wirklich kenne noch nutze.
    Aber dein Artikel hat den Dienst sehr gut erklärt und ist sehr gut aufgebaut.
    Mich hat es auch ein bisschen schockiert, dass die Daten ausgewertet werden und weitergegeben werden. (Also so genau weiß man es ja nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist natürlich hoch.) Da ensteht natürlich die Gefahr, dass es immer mehr Musik gibt, die einfach nur massentauglich ist, damit die Musikverlage so viel Profit wie möglich machen.
    Grundsätzlich ist der Dienst natürlich praktisch, wobei ich mir zwei Mal überlegen würde, es wirklich zu nutzen.

  3. Dein Artikel hat mir gut gefallen, da ich mich bisher eher weniger mit Musikdiensten beschäftigt habe.

    Er bietet einen sehr guten Einblick in die Welt der Musikdienste, besonders die Einleitung hat mir sehr gut gefallen.

    Der Text hat eine gute Gliederung, jedoch fehlen mir Teilüberschriften, sodass man noch einen besseren Überblick bekommt.

    Auch gut hat mir gefallen, dass du einen Screenshot von der Last.fm-Oberfläche eingefügt hast, sodass ich mir etwas unter dem Dienst vorstellen konnte.

    Was mir etwas gefehlt hat waren die Einsatzgebiete, im Allgemeinen und im FAMI-Bereich, hier hätte ich mir definitiv mehr und spezifischere Beispiele gewünscht.

    Dennoch hat mir der Artikel sehr gut vermittelt, worum es bei Musikdiensten geht.

    Ob ich Musikdienste in Zukunft nutzen werden ist jedoch fraglich, da ich die Frage des Datenschutzes nicht gewährt sehe, vor allem durchs „Scrobbeln“.

  4. Hallo Jasmin,
    dein Artikel stellt gut und eindeutig die Funktionen von last.fm dar. Ich kannte die Seite bisher nur als Internetradio und wusste gar nichts von den anderen Funktionen. Du hast diese sehr verständlich erklärt. Der Text hätte vielleicht ein klein bisschen mehr gegliedert sein können. Z.B. durch Zwischenüberschriften. Andererseits liest er sich auch als Fließtext sehr flüssig und ist auch nicht zu lang.
    Besonders gut finde ich, dass du die Probleme bezüglich der Privatsphäre so deutlich thematisierst und die Kritikpunkte ausführst. Der Artikel war für mich persönlich sehr interessant.

  5. Ich finde deinen Artikel an sich sehr gut gelungen. Ich selber nutze Spotify und kannte last.fm garnicht. Dein Artikel hat mir viele Möglichkeiten, die ich bis dato garnicht kannte, nahe gebracht.
    Ich muss sagen, dass Dir der Text sehr gut gelungen ist. Du hast es nicht zu detailliert geschrieben, aber jedoch so, dass es sehr gut verständlich ist. Mit einigen Zwischenüberschriften und ggf. mit Unterpunkten wäre der Text für mich perfekt gewesen.
    Ich finde es sehr interessant, dass die Daten der Nutzer ausgewertet werden, dies war mir bis dahin garnicht bewusst.
    Außerdem finde ich es gut, dass Du den Artikel ziemlich allgemein gehalten hast und Dich nicht auf FAMI-Einrichtungen o.ä. eingeschossen hast.
    Letzlich ist Dir der Artikel, mit einem ganz kleinen Manko, sehr gut gelungen.

  6. Was deinen Artikel angeht, kann ich mich den letzten Kommentaren nur anschließen.
    Ich habe selber noch ein Konto bei last.fm, was ich schon völlig vergessen hatte. Nach deinem Artikel habe ich mich mal wieder eingeloggt und muss sagen, dass sich schon einiges verändert hat. Mir gefällt die Seite aber immer noch gut und ich muss auch sagen, dass ich die Musikempfehlungen immer sehr passend fand und auch durch das Radio viele neue Bands kennengelernt habe. Das Scrobbeln fand ich früher auch ziemlich gut, da ging es einem aber auch eher ums Vergleichen mit Freuden. Diesen Dienst kann man ja aber auch selber an- & ausschalten wie man will.

  7. Ich fand deinen Artikel gut. Er ist sehr verständlich und meiner Meinung nach gut gegliedert. Du hast das wichtigste erwähnt und gut dargestellt. Ich habe last.fm schon ein paar mal benutzt, fand den Beitrag aber trotzdem noch interessant 🙂

    Weitere Screenshots wären vielleicht noch toll gewesen. Aber ansonsten ist alles top! 🙂

  8. Liebe Jasmin,

    mir hat dein Artikel ebenfalls gut gefallen. Auch ich benutze weder Spotify noch Last.fm. Ersteres kenne ich nur vom Namen und Letzteres kannte ich garnicht. Dank dir hat sich das aber nun geändert!
    Ich muss sagen, dass das Thema zu dir gepasst hat und ich mich gefreut hätte, ein wenig darüber zu erfahren, ob du Last.fm bereits genutzt hast, oder wie deine persönliche Meinung darüber ist. Liegt wohl aber auch daran, dass ich dich mit Musik in Verbindung bringe 😉

    Deinen Hinweis auf die Weitergabe von Daten finde ich sehr wichtig. So kann hinterher niemand sagen, er hätte es nicht gewusst. Leider werden dadurch auch einige Interessierte abgeschreckt.

    Mir persönlich haben keine Zwischenüberschriften gefehlt, da die Texte nicht zu lang und durch Absätze getrennt waren. Jedoch fand ich es gut, dass du das Fazit hervorgehoben hast, weil man dort nochmal das „Wichtigste“ auf einen Blick hat, und das ohne Zwischenüberschrift wohl ein wenig untergegangen wäre.

    Vielen Dank für deinen gelungenen Artikel! 🙂

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